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„Büchner. Die Welt. Ein Riss.“ an der FLS

 

Ein-Mann-Theater bringt die Büchner-Welt in die FLS

Danton, Robespierre, Lenz, Woyzeck, König Peter und Georg Büchner – sie alle waren am Dienstag, den 28.11.2017, im Konferenzraum der FLS für die Schüler der zweiten Jahrgangsstufe in zwei aufeinanderfolgenden Aufführungen erfahrbar.

Die Theatergruppe THEATERmobileSPIELE – vertreten durch Thorsten Kreilos, Autor und Regisseur des Stücks, und durch den Schauspieler Norman Nowotko – zeigten eindrucksvoll, dass man anspruchsvolles Theater nicht immer auf den großen Bühnen suchen muss, sondern dass es auch im intimen Rahmen eines Schulraumes stattfinden kann. Auf sehr raffinierte Weise führte das Stück die Zuschauer durch Büchners Werke und fokussierte sich dabei auf Themen, die Büchners Werk prägen, und uns auch heute noch bewegen: die Ungerechtigkeit und das Recht, der Kampf gegen die Obrigkeit, der Glaube und die Religionskritik. Bemerkenswert dabei war die Arbeit mit Motiven, die sich wie ein roter Faden durch Büchners Werk ziehen. Besonders hervorzuheben ist das Kind bzw. das Kleinkind. „Der Tod äfft die Geburt; beim Sterben sind wir so hilflos und nackt wie neugeborene Kinder“ (Dantons Tod III.3).

Im Anschluss an die circa 60-minütige Aufführung konnten Regisseur und Schauspieler befragt werden. Bei dieser seltenen Gelegenheit, mit Theatermachern direkt in Kontakt zu treten, wurden unterschiedliche Aspekte thematisiert. Unter anderem wurde dabei die sehr intensive und vielseitige schauspielerische Leistung von Norman Nowotko von den Schülern hervorgehoben.

Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, nicht ins Theater zu gehen, sondern das Theater zu uns kommen zu lassen.

Bericht: Tom Van Goidsenoven