Sur le pont d’Avignon: JS1b auf Studienfahrt

Pont du Gard Pont du Gard Carrières de Lumières Sur le pont d’Avignon: JS1b auf Studienfahrt Papstpalast Sur le pont d’Avignon: JS1b auf Studienfahrt Sur le pont d’Avignon: JS1b auf Studienfahrt

 

Sur le pont d’Avignon: JS1b auf Studienfahrt

Am Sonntag, den 10. Juni 2018, um 8 Uhr fiel der Startschuss für die lang herbeigesehnte Studienfahrt der JS1b. Das Ziel lag im Südosten Frankreichs, in der Provence. Nach einer angenehmen und zügigen Busfahrt ließ uns unser Busfahrer Heinz gegen 18.30 Uhr vor der imposanten Stadtmauer Avignons aussteigen, sodass wir gleich eine erste Erkundungstour durch die große Altstadt durchführen konnten. Wir besuchten u.a. die erhöht liegende Gartenanlage „Rocher des Doms“ am mächtigen Papstpalast, von wo aus man einen grandiosen Rundumblick hat. Den restlichen Abend verbrachten wir auf einem Riesenrad vor der Stadtmauer und mit dem Genuss von leckerem Eis. Per Taxi wurde die Fahrt ins Hotel unternommen, wo wir eincheckten und unser Haus-Pfau „Gustav“, wie Jacqueline ihn kurzerhand taufte, uns in einem Baumwipfel thronend mit seinen Rufen schon erwartete. Am Montagmorgen ging es los mit einem stärkenden Frühstück, denn der bevorstehende Tag, welcher vollgepackt war mit Action, forderte vollen Körpereinsatz. Auf der Hinfahrt nach Collias, dem Startpunkt unserer Paddeltour zum Römer-Aquädukt „Pont du Gard“, versorgten wir uns bei einem Stopp in einem Supermarkt und an einem Obststand mit leckeren Früchten der Saison. An der Kanuanlegestelle angekommen, erhielten wir die notwendige Ausrüstung und Anweisungen von zwei englischsprachigen Guides. Die Fahrt dauerte ca. 2,5 Stunden. Einen Zwischenstopp - zum Schwimmen und Klippenspringen - machten wir etwa 150 m vom Pont du Gard entfernt. Mit Schwimmwesten und unter Aufsicht der Guides und unserer Lehrer stürzten wir uns aus ca. vier Metern Höhe in den Gardon. Wer nun denkt, der Tag wäre an dieser Stelle vorbei gewesen, der irrt! Für 14 Uhr hatte unser Klassenlehrer Christian Kramczynski eine Wanderung auf dem Pont-du-Gard-nahen Naturpfad „Mémoires de Garrigue“ (dt.: „Erinnerungen an die Garrigue-Landschaft“) vorgesehen. Ausgestattet mit Audioguides, welche eigens von einigen Mitschülern auf Grundlage eines Reiseführers erstellt wurden, marschierten wir zwischen Mischkulturen, bestehend aus Olivenbäumen, Weinreben, Getreide, Steineichen usw. los. Während wir die Natur in Augenschein nahmen, hörten wir per Smartphones den Ausführungen unserer Audioguide-Gruppe zu. Danach gab es reichlich Gelegenheit, den „Pont du Gard“ von allen Seiten zu besichtigen. Nach einer kleinen Stärkung besuchten wir das Pont-du-Gard-Museum. Nach diesem sportlichen Tag fuhren wir zurück ins Hotel und merkten dort, wie lecker einfache selbstgemachte Pasta mit Tomatensoße schmecken kann. Am nächsten Tag ging es dann in die westliche Camargue zu den „Salinen von Aigues Mortes“, einem der größten Salzfelder Europas, die besonders bekannt für die rosarote Farbe der Salzfelder und die dort lebenden Flamingos sind. Wohl aufgrund des Aufkommens des Mistral-Windes hatten sich die Flamingos allerdings etwas rargemacht. Auf einem 20 Meter hohen Salzberg konnten wir die riesige Salinen-Fläche überblicken und sie als großartige Kulisse für Gruppenbilder nutzen. Ein weiteres Highlight des Tages war der Aufenthalt am riesigen Strand Espiguette, der allen die Möglichkeit gab zu entspannen und Spaß im Meer oder beim Volleyballspielen zu haben. Zum Abschluss unseres Strandaufenthalts bot unsere Lehrerin Yvonne Storck ein kurzes, aber intensives Fitness-Programm an, an welchem einige Fitness-Begeisterte teilnahmen. Nach einem gemeinsamen Abendessen auf dem Hauptplatz von Aigues Mortes mit den Spezialitäten der Grenzregion Frankreich/Spanien, wie z.B. Stierfleisch und Paella, fand der Ausflug in die Camargue spätabends sein Ende und die Rückkehr nach Avignon konnte angetreten werden. Am Mittwoch führte uns unser frankophiler und stets top-informierter Lehrer in die Alpillen, eine ca. 20 km südlich von Avignon gelegene Gebirgskette, wo der erste Zwischenstopp auf einem Wochenmarkt im wunderschönen Ort St.-Rémy-de-Provence erfolgte. Vom Ortszentrum aus spazierten wir dann auf dem Vincent-van-Gogh-Wanderweg zur römischen Ausgrabungsstätte Glanum. Auf der anschließenden kurzen Busfahrt von Glanum zur nächsten Alpillen-Station erhielten wir von unserem Kunst-Team einige Infos zu Picasso und erfuhren z.B., dass das kunstgeschichtlich wohl bedeutendste Gemälde der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts - Picassos „Les Demoiselles d’Avignon“ - überhaupt nichts mit Avignon zu tun hat. Das Thema Kunst begleitete uns dann auch zur nächsten Sehenswürdigkeit, nämlich den Carrières de Lumieres im Bergdorf Les-Baux-de-Provence. Bei den Carrières handelt es sich um einen stillgelegten Steinbruch, wo mittels Beamern verschiedene Kunstwerke animiert und großformatig präsentiert werden. Im Jahr 2018 gibt es als „Haupt-Exhibition“ die Meisterwerke von Picasso sowie andere Chef d'Œuvres spanischer Maler zu sehen. Eine kürzere Präsentation ist der 68er-Zeit und der Hippie-Bewegung gewidmet.  Die letzte Station unserer Alpillen-Tour führte nachmittags noch in die mittelalterliche Festung von Les-Baux-de-Provence, die zum einen durch tolle Ausblicke, u.a. auf die olivenreichste Region Frankreichs, und zum anderen durch die Schönheit des Dorfes, welches regelmäßig zu einem der schönsten Dörfer Frankreichs gewählt wird, beeindruckte.  Gegen 17 Uhr waren wir dann wieder im Hotel, wo einige von uns die Gelegenheit nutzten, sich im Pool auszutoben. Dies geschah in Form von wilden Ringkämpfen auf den Schultern unserer Mitschüler und amüsanten „Tunk-Spielchen“. Unser sportlicher Lehrer mit dem Rettungsschwimmer-Abzeichen durfte währenddessen Baywatch spielen... Im Anschluss entschied sich die Mehrheit für ein gemeinsames selbstgekochtes Abendessen im Hotel. Der Rest der Gruppe verbrachte den Abend in der Altstadt Avignons. An unserem letzten Tag, dem 14. Juni, brachten wir nach dem Frühstück unsere Sachen in den Bus und machten uns dann auf den Weg zur Markthalle und anschließend zur Haupt-Sehenswürdigkeit Avignons, dem Papstpalast aus dem 14. Jahrhundert.  Diesen konnten wir mit Hilfe von Tablets und Audioguides selbständig erkunden und auf spielerische Weise kennenlernen. Es gibt im Palast eine Menge von beeindruckenden kunstvollen Räumen, die von unserem Doku-Team fotografisch festgehalten wurden. Danach stand der Besuch des wahrscheinlich berühmtesten Brücken-Torsos der Welt an, der St. Bénézet-Brücke. „Sur le pont d’Avignon...“. Nach unserer Erkundungstour konnten wir nachmittags und abends Avignon in Gruppen genießen. Es wurde viel geshoppt, herumspaziert und von einigen selbstverständlich auch das Eröffnungsspiel der Fußball-WM angeschaut. Um 20 Uhr trafen wir uns am Stadt-Bahnhof, wo Heinz schon wartete, um die Heimreise anzutreten. Nach einer langen, für manche auch schlaflosen Nacht, kamen wir am Freitag um 7 Uhr wieder an der FLS an. Von dem Unterricht waren wir an diesem Tag bedauerlicherweise befreit...  Die Studienfahrt war ein wirklich tolles Erlebnis für uns alle. Wesentlich dazu beigetragen hat unser Busfahrer Heinz, dem ein großes Lob gebührt: Heinz, Deine Flexibilität und Entspanntheit waren sehr beeindruckend!  Unseren Begleitern Yvonne Storck und Christian Kramczynski danken wir ebenso: Es war für uns sehr interessant, Sie mal in anderen Rollen – nämlich als Reiseführer, Rettungsschwimmer oder als Sport-Animateur kennenzulernen! Letztendlich bleibt zu sagen, dass wir Avignon und die Provence für künftige Studienfahrten sehr empfehlen können!

Jonas, Franca und Noelle JS1b