Geschichte im Schulhaus: Leben in der DDR

Geschichte im Schulhaus: Leben in der DDR Geschichte im Schulhaus: Leben in der DDR

 

Geschichte im Schulhaus: Leben in der DDR
Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls zeigt eine Ausstellung in der FLS das Leben in der DDR

Eigentlich ist die Ausstellung vergriffen, Geschichtslehrerin Ariane von Zahn hat es aber dennoch geschafft, die Ausstellung von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Magazins stern an die FLS zu holen. Diese Ausstellung berichtet auf 30 Plakaten vom Leben in der DDR und ist im vierten und fünften Stock des Schulhauses zu finden.

Während die Mauer für den Großteil des Kollegiums nicht nur Geschichte, sondern Teil des eigenen Lebens ist, ist die deutsche Teilung für Schüler sehr weit weg und wenig von Interesse. Auf die Frage, wer schon mal im Osten war, wissen manche Schüler gar nicht, was mit „Osten“ gemeint ist. Antworten wie: „Ja, ich war schon mal in Bayern“, kommen durchaus vor. Auch im Kollegium misst man diesem Ereignis unterschiedliche Bedeutung bei. Die Wende hat das Leben der in der BRD geborenen nur wenig beeinflusst, das Leben der wenigen in der DDR bzw. der Sowjetunion geborenen Kollegen jedoch von Grund auf verändert. Ohne die Wende würden diese heute ein völlig anderes Leben führen.

Wozu dann diese Ausstellung, wenn es doch nur wenige wirklich betrifft? Die Bilder des Hamburger Fotografen Harald Schmitt, langjähriger Korrespondent des stern in der DDR, und die Texte des in Halle / Saale geborenen Historikers Stefan Wolle sollen zum Diskutieren über das Leben in einer Diktatur und über Freiheit anregen. Geschichte geht alle an. Geschichte ist nicht langweilig, sondern immer auch gelebtes Leben derer, die dabei waren. Freiheit ist nicht selbstverständlich, aber nur wenn man aus der Geschichte lernt, weiß man sie zu schätzen und zu schützen. Deshalb lautet die Extra-Hausaufgabe für alle: Ausstellung ansehen und diskutieren und diskutieren und diskutieren…