Galette de Rois im Französischunterricht

Galette de Rois im Französischunterricht

Galette de Rois im Französischunterricht
… oder Königin für einen Tag

Auf Wunsch einiger Schüler brachte Französischlehrer Axel Braun am 9. Januar 2020, in der ersten Französischstunde des neuen Jahres, eine Galette des Rois direkt aus Frankreich mit in den Unterricht, um die französische Variante der „Heiligen Drei Könige“ zu zelebrieren.

Die Franzosen feiern „Les Rois“ überall – zu Hause, am Arbeitsplatz oder im Verein. Zum Nachtisch gibt es eine „Galette des Rois“, einen „Drei-Königs-Kuchen“, der aus einem Blätterteig und Marzipan oder anderen süßen Füllungen besteht. In dieser Galette ist eine „Fève“ verborgen. Dies war ursprünglich eine weiße Bohne, dann eine Figur aus Porzellan und heute ist es oft ein kleines Medaillon aus Plastik, das eine Figur zeigt, welche gerade „en vogue“ ist, z. B. die der Eisprinzessin. Der jüngste Teilnehmer am Tisch muss sich unter dem Tisch verstecken und ansagen, wer das jeweilige Stück vom Kuchen bekommt. Dies ist notwendig, damit die Verteilung gerecht erfolgt, denn manchmal kann man die Fève beim Aufschneiden des Kuchens schon sehen. Wer die Fève in seinem Kuchenstück findet, ist König des Tages, darf die Fève behalten und die mitgelieferte Krone aufsetzen. Die Krone muss anschließend den ganzen Tag getragen werden.

Bevor jedoch die Französischschüler der Eingangsklasse die Kuchenstücke verteilten, informierten sie sich mit Hilfe französischer und deutscher Videos über diesen Brauch. Danach setzten sie ihr theoretisches Wissen in die Praxis um. Wie in Frankreich durfte ein Schüler unter den Tisch und ansagen, in welcher Reihenfolge der Kuchen verteilt werden sollte. Anschließend ließen sich alle den Kuchen schmecken, Hanna fand die "Fève" und wurde zur Königin ausgerufen.