Ethikkurs der JS1 im Austausch über Menschenrechte und Menschenhandel

Ethikkurs der JS1 im Austausch über Menschenrechte und Menschenhandel

 

Ethikkurs der JS1 im Austausch über Menschenrechte und Menschenhandel

Wir leben in einer Gesellschaft, in der Kinder und Jugendliche immer früher mit pornografischen Inhalten und auch mit den Gefahren des Internets in Bezug auf Sex konfrontiert werden. Das Internet - oder genauer gesagt: die Social Media - bergen zudem die große Gefahr von lover boys, die junge Mädchen emotional "um den Finger wickeln", um diese dann sexuell ausbeuten zu können. Man könnte meinen, dass diese Problematik nichts mit dem Alltag junger gebildeter Frauen in Deutschland zu tun hat, jedoch weit gefehlt. Sandra Norak ist eine junge Frau, die heute Jura studiert und im Alter von 16 Jahren (als fleißige Gymnasialschülerin) im Internet an einen lover boy geriet. Dieser Kontakt veränderte ihr Leben für immer und trieb sie in die Zwangsprostitution, sodass sie sich heute für Aufklärung im Bereich Prostitution und Menschenrechte im Austausch mit jungen Menschen einsetzt. Das Schicksal von Frau Norak könnte so oder so ähnlich auch unsere Schülerinnen und Schüler treffen. Im Rahmen des Ethikunterrichts der JS1 hatten diese am 29.09.2021 die Möglichkeit, sich mit Sandra Norak auszutauschen. Der Austausch fand in der Schule statt, wobei Frau Norak im vergangenen Schuljahr einen Austausch mit Berufsschülern digital anbot. Es wurden den jungen Menschen Fakten und Schicksale präsentiert, die sie zum Nachdenken anregten und für die Themen Sexarbeit, Menschenrechte, persönliche Gefahren sowie liberale Prostitutionsgesetze und deren Folgen sensibilisierten.

Danke, Frau Norak, für Ihre Zeit. Wir freuen uns auf weitere spannende Gespräche mit Ihnen.

Text: Marcella Späth